Eine bahnbrechende Studie der Columbia University (2024) fand durchschnittlich 240.000 Plastikpartikel pro Liter in Flaschenwasser [1]. Mikro- und Nanoplastik sind allgegenwärtig – in der Luft, im Wasser, in unserer Nahrung. Doch was bedeutet das für die Gesundheit?
| Bezeichnung | Größe | |-------------|-------| | Makroplastik | > 5 mm | | Mesoplastik | 1–5 mm | | Mikroplastik | 1 μm – 1 mm | | Nanoplastik | < 1 μm |
Die meisten Partikel im Trinkwasser sind kleiner als 100 μm und damit unsichtbar. Nanoplastik kann sogar Zellmembranen durchdringen [2].
Eine Studie im Environmental Science & Technology (2019) schätzte, dass Menschen jährlich 39.000–52.000 Mikroplastikpartikel über die Nahrung aufnehmen – bei Berücksichtigung der Einatmung sogar 74.000–121.000 Partikel [3].
| Quelle | Geschätzte Aufnahme/Jahr | |--------|------------------------| | Trinkwasser (Leitung) | 3.000–6.000 Partikel | | Trinkwasser (Flasche) | 70.000–120.000 Partikel | | Meeresfrüchte | 11.000 Partikel | | Salz | 40–680 Partikel | | Bier | 120–18.000 Partikel | | Luft (Einatmung) | 26.000–130.000 Partikel |
⚠️ Flaschenwasser enthält etwa 10–100-mal mehr Mikroplastik als Leitungswasser [1].
Nanoplastik kann die Darmbarriere durchdringen und in Blutbahn, Leber und Gehirn gelangen. In Tierstudien wurden Plastikpartikel in der Plazenta nachgewiesen [4].
Plastik enthält Zusatzstoffe die auslaugen können:
Mikroplastik kann im Gewebe chronische Entzündungen auslösen. In-vitro-Studien zeigen eine Aktivierung von Immunzellen und oxidative Stressreaktionen [5].
| Filtertyp | Entfernung | Kosten | |-----------|-----------|--------| | Umkehrosmose | 99 % | 200–600 € | | Aktivkohleblock | 80–95 % | 50–150 € | | Keramikfilter | 90–99 % | 100–300 € | | Tischwasserfilter (Britta) | 40–70 % | 20–50 € |
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Ja. Das deutsche Trinkwasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln weltweit. Mikroplastik wird bisher nicht routinemäßig getestet, aber die Belastung ist deutlich geringer als in Flaschenwasser.
Größere Partikel (> 150 μm) werden über den Stuhl ausgeschieden. Nanoplastik kann jedoch in Gewebe eindringen und dort verbleiben – die langfristigen Folgen sind noch unklar.
Die langfristigen Gesundheitsfolgen sind noch nicht ausreichend erforscht. Die WHO stuft das Risiko nach derzeitigem Stand als „niedrig" ein, fordert aber mehr Forschung [6].
Quellen:
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