Epididymitis — die Entzündung des Nebenhodens — ist eine der häufigsten akuten urologischen Erkrankungen bei Männern zwischen 18 und 50 Jahren. Sie verursacht plötzliche, einseitige Hodenschmerzen und muss schnell behandelt werden.
| Alter | Häufigster Erreger | |---|---| | < 35 Jahre | Chlamydia trachomatis, Gonorrhö (STI) | | > 35 Jahre | E. coli und andere Uropathogene | | Bei Männerverkehr** | E. coli (wie bei Zystitis) |
35 Jahre: Fluorchinolon (z.B. Levofloxacin 500mg/Tag, 10-14 Tage)
Bei STI-bedingter Epididymitis: Partner/in ebenfalls behandeln!
Bei rechtzeitiger Behandlung heilt Epididymitis meist ohne Folgen aus. Unbehandelt kann sie zu: Abszess, Sepsis, infertilität (bei beidseitiger Entzündung), und chronischen Schmerzen führen. Eine sofortige ärztliche Untersuchung ist wichtig — auch um eine Hodentorsion auszuschließen (Notfall!).
Ja: Sicherer Sex (Kondome), regelmäßige Wasserlassen, ausreichend trinken, STI-Screening bei Risikokontakten, und prompte Behandlung von Harnwegsinfekten. Bei rezidivierenden Epididymitiden sollte eine urologische Ursachenabklärung erfolgen.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei akutem Hodenschmerzen sofort den Notarzt oder Urologen aufsuchen.
Letztes Update: Mai 2026 Nächster Artikel: Männer Brustdrüse Gynäkomastie →
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