Wissenschaftliche Bewertung
Cholesterin ist ein essenzieller Bestandteil der lamellaren Lipidmatrix des Stratum corneum, wo es zusammen mit Ceramiden (ca. 50%) und freien Fettsäuren (ca. 15%) die „Ziegel-Mörtel"-Struktur der Hautbarriere bildet. Der Wirkmechanismus als Topikum umfasst die physikalische Integration in die gestörte Lipidmatrix, Wiederherstellung der lamellaren Schichtstruktur und Reduktion des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL). Cholesterin reguliert zudem die Keratinozyten-Differenzierung und aktiviert Enzyme (β-Glucocerebrosidase), die Vorstufen in aktive Barrierelipide umwandeln. Studien von Elias et al. zeigen, dass eine Kombination aus Cholesterin, Ceramiden und Fettsäuren im Verhältnis 1:1:1 (oder 3:1:1 bei altersbedingter Cholesterin-Depletion) die Hautbarriere am effektivsten repariert. Die Konzentration in Barriere-Repair-Produkten liegt bei 1–5%. Besonders wertvoll für reife Haut (ab 50 Jahren, da der endogene Cholesterinspiegel sinkt), atopische Haut, nach chemischen Peelings und bei barriere-gestörter Haut.

















