Saunieren ist gesund – für Herz-Kreislauf, Immunsystem und auch für die Haut. Aber nur, wenn die Hautpflege rund um den Saunabesuch stimmt. Ohne die richtige Routine trocknet die Hitze die Haut aus, und die nachfolgende Abkühlung kann die Barriere zusätzlich belasten. Hier ist der evidenzbasierte Guide zur richtigen Sauna-Hautpflege.
Duschen: Ganzkörper-Dusche mit mildem Reiniger (Hygiene für andere Gäste).
KEINE Creme: Keine Creme, kein Öl, keine Pflegeprodukte auf die Haut auftragen. Pflegeprodukte können die Poren blockieren und die Schweißproduktion behindern. Zudem können Rückstände auf den Saunabänken Rückstände hinterlassen.
Make-up entfernen: Vollständig. Make-up in der Sauna ist ein No-Go – es verstopft die Poren und kann durch die Hitze chemisch verändert werden.
Haare schützen: Haar mit Haube oder Handtuch schützen. Die Hitze trocknet das Haar stark aus.
Handtuch unterlegen: Immer auf einem Handtuch sitzen/liegen (Hygiene).
Nicht zu lange: 8-15 Minuten pro Gang. Längere Aufenthalte trocknen die Haut übermäßig aus.
Aufguss meiden bei empfindlicher Haut: Ätherische Öle im Aufguss können die Atemwege und die Haut reizen.
Kaltwasser abgießen: Von den Füßen aufwärts (nicht den Kopf zuerst). Das kalte Wasser schließt die Poren und stärkt die Gefäße.
Nicht rubbeln: Beim Abtrocknen sanft abtupfen, nicht rubbeln.
Viel trinken: Mindestens 500ml Wasser oder Kräutertee nach jedem Saunagang, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Warten: Etwa 30 Minuten mit der Pflege warten, bis sich die Körpertemperatur normalisiert hat.
Feuchtigkeit auftragen: Eine leichte, duftstofffreie Feuchtigkeitslotion auf den ganzen Körper.
Ceramid-Creme: Bei trockener Haut: Ceramid-Creme auf Gesicht und Hände.
Haarpflege: Feuchtigkeitsspendende Haarspülung, da das Haar durch die Hitze stark ausgetrocknet ist.
KEINE fettigen Produkte: Kein Körperöl oder Vaseline direkt nach der Sauna – die Haut muss zuerst atmen und abkühlen.
Sauna kann bei Akne helfen: Die Hitze öffnet die Poren und der Schweiß spült Talg und Bakterien heraus. Aber: Nach dem Saunagang sofort das Gesicht waschen, damit der Schweiß nicht wieder auf der Haut trocknet.
Umstritten. Manche Patienten berichten von Besserung (bessere Durchblutung, Stressabbau), andere von Verschlechterung (Hitze trocknet aus). Bei akutem Schub: Sauna meiden.
Vorsicht. Hitze kann Rosacea-Schübe auslösen (Flush). Bei Rosazea: Lauwarm statt heiß, kürzer Saunieren, direkte Gesichts-Hitze meiden.
Positive Berichte. Die UV-Sauna (mit UVB-Licht) ist eine etablierte Psoriasis-Therapie. Reguläre Sauna kann durch Stressabbau und verbesserte Durchblutung ebenfalls helfen.
Tipp: Eine duftstofffreie Feuchtigkeitslotion mit Ceramiden ist die beste Post-Sauna-Pflege.
2-3x pro Woche ist für gesunde Erwachsene unbedenklich. Mehr als 3x pro Woche kann die Haut dauerhaft austrocknen.
Nein. Sonnenbrand ist eine Verbrennung. Die zusätzliche Hitze in der Sauna verschlimmert den Schaden erheblich.
Ja, bei korrekter Anwendung. Die Durchblutung wird verbessert, Schweiß spült Poren, Stress wird abgebaut. Ohne anschließende Feuchtigkeitspflege überwiegt jedoch der Trockenheitseffekt.
Nein. Keine Creme, kein Öl vor oder während des Saunagangs. Cremes behindern die Schweißproduktion und können die Poren blockieren. Erst nach dem Saunabesuch und der Abkühlung eincremen.
Nein. Mindestens 4-6 Wochen warten, bis das Tattoo vollständig verheilt ist. Hitze und Schweiß können die Heilung stören und das Tattoo beschädigen.
Für die Haut: Das Dampfbad (40-50°C, 100% Luftfeuchtigkeit) ist milder und trocknet die Haut weniger aus als die finnische Sauna (80-100°C, 10-20% Luftfeuchtigkeit). Beide haben ihre Vorteile – das Dampfbad ist hautfreundlicher.
Saunieren ist gut für die Haut – wenn die Routine stimmt. Vorher: Keine Creme, kein Make-up. Danach: Gründlich abkühlen, viel trinken, und erst 30 Minuten nach dem letzten Saunagang eine duftstofffreie Feuchtigkeitscreme auftragen. Die häufigsten Fehler: Eincremen vor der Sauna, zu lange Saunieren, und fehlende Hydratation. Mit der richtigen Routine profitiert die Haut von der besseren Durchblutung und dem Stressabbau.
Weitere Gesundheits- und Hautpflege-Guides findest du in unserem Wissen-Bereich und im Blog-Archiv.
Anzeige 1
Chlor, Salz und Süßwasser trocknen die Haut massiv aus. Die evidenzbasierte Routine nach dem Schwimmen – von der richtigen Reinigung bis zur Barriererepair.
Schweiß, Reibung und UV-Exposition belasten die Haut beim Sport. Die evidenzbasierte Routine für Sportler – von der Vorbeugung bis zur Regeneration.
Die vollständige Reiseapotheke für die Haut: Was du wissenschaftlich fundiert einpacken solltest – von Sonnenschutz über Antiseptika bis zu Notfall-Medikamenten.
Natürlicher Insektenschutz: Was die Wissenschaft über Citriodiol, Lavendel, Eukalyptus und andere pflanzliche Repellents belegt – und wo die Grenzen liegen.
Bergsteigen setzt die Haut extremer UV-Strahlung, Kälte und Wind aus. Der evidenzbasierte Hautschutz-Plan für Alpinisten – von SPF 50+ über Kälteschutz bis zur Lippenpflege.
Wandern kombiniert UV-Exposition, Schweiß und oft extreme Wetterbedingungen. Der komplette evidenzbasierte Hautschutzplan für Wanderer – von der Vorbereitung bis zur Nachsorge.
Unsere Analysen basieren auf Fakten. Finden Sie heraus, was wirklich in Ihren Produkten steckt.