Die Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness, AMS) betrifft 25–40 % aller Personen, die über 3.000 Meter aufsteigen. Über 4.500 Meter sind es bereits 50–85 %. Ursache: Der abnehmende Luftdruck führt zu vermindertem Sauerstoffpartialdruck (Hypoxie).
| Stadium | Höhe | Symptome | |---------|------|----------| | Leicht (AMS) | 2.500–3.500 m | Kopfschmerzen, Übelkeit, Fatigue, Schwindel, Schlafstörungen | | Mittelschwer (HACE) | 3.500–5.000 m | + Ataxie (Gangunsicherheit), Verwirrtheit | | Schwer (HAPE) | > 4.000 m | Atemnot in Ruhe, Rasselgeräusche, Zyanose → Lebensgefahr! |
⚠️ HACE (Höhenhirnödem) und HAPE (Höhenlungenödem) sind Notfälle → sofortiger Abstieg!
Der Körper bildet innerhalb von 24–72 Stunden mehr rote Blutkörperchen und passt die Atmung an. Eine Studie (High Altitude Medicine & Biology, 2018) zeigte: 2 Tage Akklimatisierung bei 2.500 m reduzierten AMS um 50 %.
Der medikamentöse Goldstandard. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit (2017) bestätigte: 125–250 mg 2×/Tag, beginnend 24h vor dem Aufstieg, reduzierte AMS um 50–75 %.
Bei HACE-Notfall: 8 mg initial, dann 4 mg alle 6 Stunden. Reduziert Hirnödem. Kein Ersatz für Abstieg!
Gemischte Evidenz. Eine Studie (High Altitude Medicine & Biology, 2019) zeigte mäßige Schutzwirkung (AMS-Reduktion um 25 %). Weniger wirksam als Acetazolamid.
3–4 Liter/Tag. Hypoxie erhöht den Flüssigkeitsverlust durch verstärkte Atmung.
Kohlenhydrate benötigen weniger Sauerstoff zur Verstoffwechselung als Fette.
Ab 2.500 m kann AMS auftreten. Ab 3.500 m steigt das Risiko deutlich. Über 5.500 m ist extreme Akklimatisierung nötig.
Innerhalb von 1–2 Stunden beginnt die Wirkung. Beginne 24h vor dem Aufstieg und setze während des Aufstiegs fort.
In Maßen ok. Zu viel: harntreibend und schlafstörrend. Vermeiden bei AMS-Verdacht.
AMS-Symptome verstärken sich oft nachts. Atemstörungen (periodische Atmung) sind normal über 3.000 m, aber wenn du mit Kopfschmerzen aufwachst: nicht weiter aufsteigen!
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Die effektivste Vorbeugung der Höhenkrankheit: Langsamer Aufstieg und ausreichende Akklimatisierung. Acetazolamid reduziert das Risiko zusätzlich um 50–75 %. Bei HACE- oder HAPE-Zeichen: Sofortiger Abstieg – das ist die einzige wirklich wirksame Behandlung.
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