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Geschlechtskrankheiten Symptome: Der vollständige Erkennungs-Guide

10 Min Lesezeit

Geschlechtskrankheiten Symptome: Der vollständige Erkennungs-Guide

Etwa 1 Million Menschen weltweit stecken sich täglich mit einer Geschlechtskrankheit an (WHO). Das Tückische: Die häufigsten STIs verlaufen bei 50–80 % symptomlos. Regelmäßiges Testen ist daher essenziell.


Die 8 häufigsten Geschlechtskrankheiten

1. Chlamydien (#1)

Symptome: Bei 70 % der Frauen und 50 % der Männer keine! Sonst: Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss, Unterleibsschmerzen. Folgen bei Nichtbehandlung: Unfruchtbarkeit (Frauen), Epididymitis (Männer). Test: PCR (Urin/Abstrich). Therapie: Antibiotika (Azithromycin/Doxyzyklin).

2. HPV

Symptome: Meist keine. Genitalwarzen (Typ 6/11), Krebsvorstufen (Typ 16/18). Test: Pap-Abstrich (Frauen), Inspektion (Männer). Prävention: HPV-Impfung.

3. Herpes genitalis (HSV-2)

Symptome: Bläschen und Geschwüre im Genitalbereich, Brennen, Jucken. Erster Ausbruch oft mit Fieber und Lymphknotenschwellung. Therapie: Aciclovir/Valaciclovir (antiviral, unterdrückt Ausbrüche).

4. Gonorrhö (Tripper)

Symptome: Bei 50 % der Frauen symptomlos! Gelblich-grüner Ausfluss, Brennen, Schmerzen. Therapie: Ceftriaxon + Azithromycin (Doppel-AB wg. Resistenzen).

5. Syphilis

Stadien: 1. Schmerzloses Geschwür (Primäraffekt) → 2. Hautausschlag, Fieber → 3. Latenz → 4. Organbefall (Gehirn, Herz). Therapie: Penicillin (hochwirksam in allen Stadien).

6. Trichomonaden

Häufigste nicht-virale STI. Bei Frauen: übelriechender Ausfluss, Juckreiz. Bei Männern meist symptomlos. Therapie: Metronidazol.

7. Hepatitis B

Akut: Abgeschlagenheit, Gelbsucht, Bauchschmerzen. Chronisch (5–10 %): Leberzirrhose, Leberkrebs. Impfung verfügbar!

8. HIV

Akut: Grippeähnliche Symptome 2–4 Wochen nach Infektion. Dann oft jahrelang symptomlos. Test: Antikörper + Antigen (4. Generation). Therapie: ART (antiretrovirale Therapie) – bei rechtzeitigem Start normale Lebenserwartung.

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FAQ

Wann zum Arzt?

Sofort bei: ungewöhnlichem Ausfluss, Geschwüren, Brennen beim Wasserlassen, Schwellung der Lymphknoten im Leistenbereich, unklarem Ausschlag im Genitalbereich.

Kann man STIs selbst erkennen?

Nicht zuverlässig. Viele sind symptomlos. Nur Labortests geben Sicherheit.

Wie werden STIs übertragen?

Die meisten durch ungeschützten Sex (vaginal, anal, oral). Herpes und HPV auch durch Hautkontakt. Hepatitis B auch durch Blut.

Sind STIs heilbar?

Bakterielle (Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis): Ja mit Antibiotika. Virale (HIV, Herpes, HPV): Nein, aber gut behandelbar.


Fazit

Viele Geschlechtskrankheiten verlaufen symptomlos – regelmäßiges Testen ist daher der beste Schutz. Bei Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen. Die meisten STIs sind gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden.

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