Geschlechtskrankheiten Symptome: Der vollständige Erkennungs-Guide
Geschlechtskrankheiten Symptome: Der vollständige Erkennungs-Guide
Etwa 1 Million Menschen weltweit stecken sich täglich mit einer Geschlechtskrankheit an (WHO). Das Tückische: Die häufigsten STIs verlaufen bei 50–80 % symptomlos. Regelmäßiges Testen ist daher essenziell.
Die 8 häufigsten Geschlechtskrankheiten
1. Chlamydien (#1)
Symptome: Bei 70 % der Frauen und 50 % der Männer keine! Sonst: Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss, Unterleibsschmerzen. Folgen bei Nichtbehandlung: Unfruchtbarkeit (Frauen), Epididymitis (Männer). Test: PCR (Urin/Abstrich). Therapie: Antibiotika (Azithromycin/Doxyzyklin).
2. HPV
Symptome: Meist keine. Genitalwarzen (Typ 6/11), Krebsvorstufen (Typ 16/18). Test: Pap-Abstrich (Frauen), Inspektion (Männer). Prävention: HPV-Impfung.
3. Herpes genitalis (HSV-2)
Symptome: Bläschen und Geschwüre im Genitalbereich, Brennen, Jucken. Erster Ausbruch oft mit Fieber und Lymphknotenschwellung. Therapie: Aciclovir/Valaciclovir (antiviral, unterdrückt Ausbrüche).
4. Gonorrhö (Tripper)
Symptome: Bei 50 % der Frauen symptomlos! Gelblich-grüner Ausfluss, Brennen, Schmerzen. Therapie: Ceftriaxon + Azithromycin (Doppel-AB wg. Resistenzen).
5. Syphilis
Stadien: 1. Schmerzloses Geschwür (Primäraffekt) → 2. Hautausschlag, Fieber → 3. Latenz → 4. Organbefall (Gehirn, Herz). Therapie: Penicillin (hochwirksam in allen Stadien).
6. Trichomonaden
Häufigste nicht-virale STI. Bei Frauen: übelriechender Ausfluss, Juckreiz. Bei Männern meist symptomlos. Therapie: Metronidazol.
7. Hepatitis B
Akut: Abgeschlagenheit, Gelbsucht, Bauchschmerzen. Chronisch (5–10 %): Leberzirrhose, Leberkrebs. Impfung verfügbar!
8. HIV
Akut: Grippeähnliche Symptome 2–4 Wochen nach Infektion. Dann oft jahrelang symptomlos. Test: Antikörper + Antigen (4. Generation). Therapie: ART (antiretrovirale Therapie) – bei rechtzeitigem Start normale Lebenserwartung.
FAQ
Wann zum Arzt?
Sofort bei: ungewöhnlichem Ausfluss, Geschwüren, Brennen beim Wasserlassen, Schwellung der Lymphknoten im Leistenbereich, unklarem Ausschlag im Genitalbereich.
Kann man STIs selbst erkennen?
Nicht zuverlässig. Viele sind symptomlos. Nur Labortests geben Sicherheit.
Wie werden STIs übertragen?
Die meisten durch ungeschützten Sex (vaginal, anal, oral). Herpes und HPV auch durch Hautkontakt. Hepatitis B auch durch Blut.
Sind STIs heilbar?
Bakterielle (Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis): Ja mit Antibiotika. Virale (HIV, Herpes, HPV): Nein, aber gut behandelbar.
Fazit
Viele Geschlechtskrankheiten verlaufen symptomlos – regelmäßiges Testen ist daher der beste Schutz. Bei Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen. Die meisten STIs sind gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden.
Weiterführende Artikel:
Wissenschaft statt Hype
Unsere Analysen basieren auf Fakten. Finden Sie heraus, was wirklich in Ihren Produkten steckt.